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Thailändisch

Zuletzt soll noch eine Sprache mit einem weiteren, besonderen Schriftsystem betrachtet werden. Thailändisch sieht auf den ersten Blick wie eine Alphabetschrift aus, sind doch einzelne, sich wiederholende Zeichen erkennbar. Die Schreibrichtung ist auch wie im Lateinischen, von links nach rechts in Zeilenform.

Doch Thai ist eine sogenannte Abugidas, das heißt eine Konsonantenschrift. Jedes Zeichen in der Schrift stellt also einen Konsonanten dar. Die Vokale tauchen dagegen auf als diakritische Zeichen, lautverändernde Zeichen, wie die Trema oder Diäresis der deutschen Umlaute oder die Accents des Französischen. Im Thailändischen gibt es allerdings mehr von diesen, und sie können, je nach Zeichen sowohl über als auch unter, hinter oder vor dem Konsonanten auftauchen. Da nicht jedes dieser Vokalzeichen fest mit dem Konsonanten verbunden ist, wirkt es manchmal, als würde der Vokal vor dem Konsonanten auftauchen, obwohl er danach gesprochen wird. Tatsächlich bildet erst die Kombination eine vollständige Silbe. Hinzu kommen noch weitere Zeichen für die Töne, da auch Thai eine tonale Sprache ist. Die Konsonanten werden dadurch auch noch einmal in Tongruppen unterteilt. Insgesamt also eine Schrift, die ein wenig Übung bei der Entzifferung braucht, aber dennoch zu meistern ist.

Thai ist nicht die einzige Schrift dieser Art, auch die Indische Schrift Devanagari setzt sich auf diese Weise zusammen, wobei zusammengehörenden Zeichen eines Wortes eine Verbindungslinie aufweisen, im Thailändischen fehlt dieser Vorteil jedoch.

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