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Koreanisch

Nach den langen Ergüssen kommen wir jetzt zu etwas einfacherem: Der Koreanischen Schrift. Moment mal - Einfach?

Tatsächlich hatte auch Korea in seiner Geschichte die chinesische Schrift übernommen, und damit auch viele Lehnwörter, sowie in jüngerer Zeit aus Japanisch, Englisch und anderen Sprachen. Vor etwa 500 Jahren jedoch ließ König Sejong eine neue Schrift entwickeln, eine, die logisch aufgebaut und einfach zu lernen sein sollte - und es bis heute ist.

Betrachtet man sich einen Koreanischen Text, so kommt man erst einmal zu dem Schluß, daß die Schrift genauso kompliziert sein muß, da sich sie aus zahlreichen Kästchen mit lauter Strichen zusammensetzt. Bei genauerer Betrachtung findet man aber, daß sie deutlich regelmäßiger wirkt, als die Chinesische. Diese Hangeul setzen sich nämlich aus einzelnen Elementen, Jamo genannt, zusammen, die jeweils für einen Laut stehen - somit ein Alphabet darstellen, bei dem die Buchstaben einer Silbe innerhalb eines Quadrates von links oben nach rechts unten angeordnet werden.

Anstatt also über 11.000 verschiedene Zeichen lernen zu müssen, reichen etwa vierzehn, 6 Vokale und 8 Konsonanten. Von diesen aus kann man sich die anderen Jamo herleiten, oder man lernt einfach alle 24, die es gibt. Darauf aufbauend gibt es noch ein paar Doppelkonsonanten und -vokale, so daß man insgesamt auf 21 Vokale und 27 Konsonanten-Kombinationen kommt. Koreanische Silben bestehen immer aus einem von 19 Anlauten, einem Vokal und einem optionalen Auslaut. Interessant ist hier ein sogenannter 'Nullkonsonant', der am Anfang einer Silbe nicht gesprochen wird - Somit auch Silben, deren Aussprache mit dem Vokal beginnt, möglich macht.

Noch eine Besonderheit ist hier, das Vokale immer auf einem waagerechten oder senkrechten Strich basieren. Die Konsonanten dagegen sind etwas flächiger, geben aber zusätzlich einen Hinweis auf ihre Aussprache, indem sie die Zungen- oder Mundform nachbilden, die zur Aussprache notwendig ist. Dieses nennt man daher auch eine featurale Schrift, die einzige die bisher bekannt ist. Koreaner nennen sie die "Morgenschrift", da sie an einem Vormittag zu lernen ist. Die Hanja, oder chinesischen Zeichen haben noch eine gewisse Bedeutung in Korea behalten, zumindest in klassischer Literatur oder auf Grabinschriften. Der Schulstoff von etwa 1800 Zeichen beginnt in Korea jedoch erst im siebten Schuljahr.

Leider ist die koreanische Grammatik ähnlich komplex wie die japanische. Hier führt als kein Weg daran vorbei, als zu lernen, lernen, lernen - und zwischendurch mal einen Koreanischen Film zu sehen oder Freunde von dort zu finden, mit denen man sich in ihrer Sprache unterhalten kann ...

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